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Umgestaltung eines urheberrechtlich geschützten Werkes  


Nach der Entscheidung des OLG Düsseldorf dürfen Fotografen oder Institutionen Fotografien einer (Kunst-)Aktion nicht ohne die Einwilligung des Urhebers oder dessen Erben ausstellen. Dies folgt aus dem Umstand, dass der Urheber durch die Vorschriften des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) einen besonderen Schutz genießt. Nach dem UrhG dürfen Umgestaltungen eines Werkes nur mit Einwilligung des Urhebers des umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden.
Das OLG Düsseldorf ist Ansicht, dass eine Umgestaltung auch dann gegeben sei, wenn eine szenische Darbietung (Beuys-Aktion) durch Schaffung einer Fotoserie verkürzt werde. Die Fotoserie lasse das Aktionskunstwerk nicht unberührt, sondern greife durch „Verkürzung“ und Akzentuierung tief in die persönliche geistige Schöpfung des Urhebers ein. Auch sei die Fotoserie nicht als freie Benutzung i.S.d. UrhG anzusehen, da in der Fotoserie die eigenpersönlichen Züge der Aktion nicht verblassen würden.
Da im konkreten Fall keine Einwilligung des Urhebers der Aktion bzw. dessen Erben vorlag, verletzte die Veröffentlichung der Fotografien das auf die Erben übergegangene Urheberrecht.


Anwälte

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Dr. JUR. Nadin Staupendahl

Fachanwältin für IT Recht

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Tim Staupendahl

Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

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